Medienmitteilung
CO2NNECT: Nationales Netzwerk zum Aufbau einer leitungsgebundenen CO₂–Transportinfrastruktur lanciert
Bern, 30. September 2026
CO2NNECT heisst das neue nationale Netzwerk, das Akteure für den Aufbau einer CO₂– Transportinfrastruktur in der Schweiz zusammenbringt. Es schafft eine Plattform für die koordinierte Entwicklung technischer, ökonomischer und regulatorischer Grundlagen. Im Rahmen des heutigen CO2 Kongresses in Bern wurde es lanciert.
Gemäss den Szenarien des Bundes müssen bis 2050 jährlich rund sieben Millionen Tonnen CO₂ abgeschieden und dauerhaft gespeichert werden, um die Klimaziele zu erreichen. Dies soll durch den Einsatz von sogenannten CCUTS-Technologien geschehen, die CO2 abschei-den und nutzen, oder transportieren und dauerhaft speichern – insbesondere in Industrie-bereichen, in denen CO₂-Emissionen technisch oder wirtschaftlich kaum vollständig vermie-den werden können.
Geeignete geologische Speicher sind in der Schweiz aktuell nicht vorhanden. «Daher muss das abgeschiedene CO₂ künftig zu einem grossen Teil sicher und effizient in ausländische Speicherstätten transportiert werden. Eine zentrale Voraussetzung dafür ist der Aufbau ei-ner leistungsfähigen Transportinfrastruktur: ein CO₂-taugliches Hochdruckleitungsnetz», be-tont Daniela Decurtins, Direktorin des Verbands der Schweizerischen Gasindustrie (VSG).
Austauschplattform für eine nationale Zukunftsaufgabe
Zwar bestehen bereits verschiedene Initiativen von Bund, Kantonen, Verbänden und Unter-nehmen, eine übergreifende Austauschplattform für die unterschiedlichen Akteure zu Infra-strukturfragen fehlte jedoch bisher. Hier setzt CO2NNECT an. Das Netzwerk bringt Unterneh-men, Behörden, Verbände und weitere Partner an einen Tisch und fördert den Austausch sowie die gemeinsame Erarbeitung von Grundlagen für eine schweizweite CO₂-Leitungsinf-rastruktur. Die Geschäftsstelle wird beim Verband der Schweizerischen Gasindustrie (VSG) angesiedelt.
Fokus auf langfristige Infrastruktur
Im Zentrum der Arbeiten stehen die Entwicklung einer langfristigen CO₂-Leitungsinfrastruktur sowie die dafür notwendigen technischen, regulatorischen und organisatorischen
Rahmenbedingungen. Nicht Gegenstand des Netzwerks sind einzelne CCS-Projekte, kom-merzielle Vereinbarungen oder Übergangslösungen wie Bahn- oder Schiffstransporte.
Breite Trägerschaft
Zu den Gründungsmitgliedern von CO2NNECT gehören der VSG, die Gasverbund Mittelland AG (GVM) und die Ganeos AG. Die Steuerungsgruppe setzt sich unter anderem aus Vertre-terinnen und Vertretern von Infrastrukturunternehmen, Industrie, technischen Verbänden und Behörden zusammen.
Die Mitgliedschaft im Netzwerk steht Unternehmen, Behörden, Verbänden und weiteren Or-ganisationen offen, die den Aufbau von Wissen zu einer CO₂-Transportinfrastruktur in der Schweiz aktiv unterstützen möchten.
CO2 Kongress als etablierte Grösse
Das Netzwerk wurde im Rahmen des heutigen CO₂-Kongresses in Bern erstmals vorgestellt. Der Kongress fand in diesem Jahr bereits zum dritten Mal statt und brachte erneut Expertin-nen und Experten sowie Fachpersonen aus Branche, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammen.
Präsentiert wurden nationale und internationale Projekte zur CO₂-Abscheidung, -Nutzung und -Speicherung. Im Panel diskutierten die Parlamentarier Gabriela Suter, Nationalrätin (SP), und Damian Müller, Ständerat (FDP), gemeinsam mit den Wirtschaftsvertretern Dr. Urs Zimmerli, CEO von GETEC Schweiz, und Lukas Epple, Head of Strategy bei Vicat, über die Einordnung und Auswirkungen des CO₂-Gesetzes.
Der vom Verband der Schweizerischen Gasindustrie (VSG) organisierte Anlass zählte erneut rund 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer und hat sich als wichtige Plattform für den Aus-tausch zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft etabliert.
Medienanfragen
Verband der Schweizerischen Gasindustrie (VSG)
Janos Kick, Mediensprecher
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Verband der Schweizerischen Gasindustrie (VSG)
Cristina Antonini
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